Gelnägel selber machen – speziell bei Problemnägel

Gelnägel sind eine tolle Alternative, wenn die Naturnägel Probleme machen.

Es gibt unglaublich viele Gründe, warum du dir die Nägel selbst verschönern möchtest. Brüchige Fingernägel, weiche Nägel und splitternde Nägel sind nur einige Probleme, unter denen Menschen mit Problemnägeln leiden. Auch Nagelbeißer möchten gerne etwas an der Optik der Naturnägel verbessern. Gelnägel sind eine einfach zu erlernende Möglichkeit, immer schöne und gepflegte Hände aufzuweisen.

Mit ein bisschen Übung und den richtigen Produkten können auch Hobby-Nageldesigner schöne Ergebnisse erzielen.

Am Anfang steht die richtige Vorbereitung des Naturnagels

Wenn du an dieser Stelle schon Zeit einsparst, wird das Ergebnis garantiert nicht zufriedenstellend. Die Naturnägel müssen sorgfältig vorbereitet und gesäubert werden. Ansonsten nützt auch das beste Aufbaugel für Problemnägel nichts und es entstehen Liftings.

Zur optimalen Vorbereitung gehören sorgfältiges Anpassen der Tips sowie wirklich gutes Feilen, damit die Nagelkante zur Aufnahmefläche passt.

Die Nagelhaut sollte ebenfalls sorgfältig zurückgeschoben werden. Vor allem die fast unsichtbare Haut auf der Nagelplatte wird gerne von Anfängern vergessen. Mit einem Rosenholzstäbchen lässt sich die Haut besonders schonend zurückschieben. Reines Feilen oder Buffern entfernt oft nicht alles von der unsichtbaren Nagelhaut, sodass auch hier oft das Gel nicht lange hält.

Erst nachdem die Nägel in Form gefeilt wurden und jegliche Nagelhaut entfernt wurde, lohnt sich eine intensive Reinigung. Dabei solltest du sehr gründlich arbeiten, um den feinen Feilstaub komplett zu entfernen.

Problemnägel entstehen übrigens nicht nur durch brüchige Nägel.

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die Nägel reagieren. Frauen mit Hormonschwankungen kennen das Problem, dass die Nägel oft leicht fettig wirken. Auch auf solchen Nägeln hält der Aufbau mitunter nicht gut. Die Einnahme bestimmter Medikamente, zu denen Hormonpräparate ebenso gehören wie Kortison und Antibiotika sorgen dafür, dass die Nageloberfläche ein Problem werden kann.

Hier solltest du genau hinschauen.

Wenn die Nägel speckig wirken und sich feucht anfühlen, kann eine Dehydrationslösung hilfreich sein. Dieses Produkt wird aufgesprüht und kommt noch vor dem Primer dran. Durch diese Vorbereitung kann die Haltbarkeit deutlich erhöht werden.

Setze auf Qualität bei der Produktauswahl

Aufbaugel für Problemnägel sollte immer hochwertig sein.

Eine gute Auswahl ist bei schwierigen Nägeln sehr sinnvoll, denn nicht immer klappt der Aufbau mit einer Marke.

Zudem solltest du überlegen, ob du Abstand von 1-Phasen-Gel nimmst. Für unkomplizierte Nägel gibt es nichts Besseres, allerdings ist die Haltbarkeit von Mehrphasenprodukten deutlich besser. Allrounder können einfach nicht auf jedes Nagelproblem eingehen, sodass du unter Umständen nicht sehr zufrieden bist.

Entscheide dich lieber für Aufbaugel, welches ganz auf deine Nägel zugeschnitten ist!

Wenn du deine Naturnägel verlängern willst, dann ist ein besonders flexibles Gel, welches sich dünn auftragen lässt, sehr wichtig. Zudem solltest du nie den Fehler machen und das Gel zu dick auftragen. Wenn du schon während dem Nagelaufbau Liftings bekommst, liegt der Fehler beim Feilen. Wird zu viel Druck ausgeübt, kann sich der neue Aufbau direkt lösen.

Arbeite immer mit guten Feilen! Eine stumpfe Feile sorgt nämlich von ganz alleine dafür, dass zu viel Druck aufgebaut wird. Lieber immer wieder in eine frische Feile investieren und vorsichtig arbeiten.

Auch die Materialeigenschaften müssen berücksichtigt werden.

Jedes Aufbaugel hat unterschiedliche Fließeigenschaften. Zudem verringern die Gele beim Aushärten ihr Volumen. Deshalb solltest du dich vor der Modellage genau mit den Eigenschaften der verwendeten Produkte beschäftigen. Durch das Schrumpfen bei der Lichthärtung kann es ansonsten vorkommen, dass an den Stresspunkten zu wenig Material vorhanden ist. Damit sich das Produkt nicht durch die Materialspannung an den Rand zurückzieht, hilft es, jeden Nagel einzeln kurz auszuhärten.

Erst wenn alle fünf Finger einmal kurz behandelt wurden, folgt dann die komplette Aushärtungsphase. So wird vermieden, dass Gele, die einen Honigeffekt haben, zu sehr verlaufen.

Naturnägel ohne Aufbau verstärken

Wenn die Nägel nur verstärkt, aber nicht verlängert werden sollen, dann kannst du auf einen Aufbau verzichten. Der Aufbau kann nämlich bei Problemnägeln auch eine Rolle spielen, wenn Liftings entstehen. Auf kurze Nägel wird einfach eine gleichmäßige Schicht aufgetragen und nur an den Übergängen von der Modellage zum Naturnagel gebuffert.

Weitere Fehler, die du bei der Gelmodellage lieber vermeiden solltest

Da Problemnägel immer ein bisschen schwieriger zu handhaben sind als andere Nägel, solltest du unbedingt darauf achten, alles richtig zu machen.

Neben der intensiven Vorbereitung, der Wahl der passenden Produkte und genügend Sorgfalt sind es manchmal nur kleine Unachtsamkeiten, die zu Liftings führen.

So solltest du während der Modellage nicht rauchen, da Nikotinablagerungen Liftings begünstigen.

Auch auf das Eincremen der Hände sollte an dem Tag, an dem die Modellage gemacht wird, verzichtet werden. Die Nagelplatte kann eine hauchdünne Fettschicht aufnehmen, die Haftungsprobleme verursacht. Auch Nagelöl und Nagelhautentferner können diese Schwierigkeiten verursachen. Sogar ein Griff in die Haare kann die Haltbarkeit stören. Denn die Haare enthalten Talg und hier reicht schon eine hauchdünne Schicht, um Liftings zu begünstigen.

Es kann also durchaus sein, dass Haftungsprobleme ganz simple Ursachen haben. Wenn du diese vermeidest, wirst du schnell den Bogen heraushaben und Gelnägel selber machen ist kein Problem mehr.

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